Quandoo Alternative 2026: Die Reservierungssystem-Checkliste für Restaurants

Worauf du bei deinem nächsten Reservierungssystem achten solltest – 150+ Anforderungen in einer Checkliste

Quandoo stellt seinen Dienst ein. Ab 30. September 2026 werden keine neuen Reservierungen mehr über Quandoo angenommen. Für über 16.000 Restaurants heißt das: Spätestens im Sommer muss ein neues Reservierungssystem stehen – inklusive eingerichtetem Online-Widget, importierten Reservierungen und Gästedaten sowie geschultem Team. Wer jetzt handelt, hat genug Zeit für eine durchdachte Entscheidung. Wer wartet, muss unter Druck mitten in der Sommersaison wechseln.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, worauf es bei der Wahl einer Quandoo Alternative wirklich ankommt und geben dir eine kostenlose Checkliste für den Vergleich von Reservierungssystemen an die Hand.

Über 40 Anbieter von Reservierungssystemen im DACH-Raum

Der Markt für Restaurant-Reservierungssoftware in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist so vielfältig wie nie. Über 40 Anbieter bieten digitale Reservierungssysteme an – von internationalen Plattformen wie OpenTable und TheFork bis hin zu regionalen Software-Anbietern wie Foratable, Gastro.Digital, Molzait oder Teburio. Wer soll da den Durchblick haben?

Die gute Nachricht: Egal wie spezifisch du in deinem Restaurant arbeitest – ob Biergarten mit 300 Plätzen, Fine-Dining mit Double Seating, Hotel-Restaurant mit PMS-Anbindung oder Familienbetrieb mit überschaubarem Budget – es gibt sicher ein Reservierungssystem, das sehr gut zu deinem Betrieb passt. Aber welches Reservierungssystem ist das beste für dein Restaurant?

Worauf es beim Reservierungssystem wirklich ankommt

Wir von Assistent.ai integrieren unseren Telefonassistenten mit aktuell 14 Reservierungssystemen. Daher wissen wir: Unterschiedliche Anbieter haben oft auch unterschiedliche Schwerpunkte. Die Wahl der richtigen Quandoo Alternative hängt also davon ab, worauf es in deinem Restaurant ankommt. Und nicht jedes Restaurant benötigt die gleichen Funktionen.

Liegt dein Fokus auf Einfachheit im Setup und Handling, könnten Anbieter wie DISH, reservino oder Teburio interessant sein – schnell eingerichtet, intuitiv zu bedienen und mit Fokus auf die Kernfunktionalitäten.

Sind ein modernes Buchungs-Widget und ausgefeilte Marketing-Funktionen für eine durchgängige Gäste-Erfahrung dein primäres Ziel, hat Zenchef im europäischen Markt eine der umfangreichsten Plattformen aufgebaut – nicht zuletzt durch die Übernahme von Formitable, Resengo und Tablebooker.

Läuft dein Betrieb bereits auf hoher Auslastung und du willst noch mehr aus deinen Kapazitäten rausholen, bietet aleno mit seiner KI-gestützten Tischzuweisung und dynamischen Optimierung ein echtes Alleinstellungsmerkmal im internationalen Vergleich.

Organisierst du regelmäßig Events mit Ticketverkauf, sind Gastro.Digital, Tably oder der Bankett-Spezialist BP Event sicher spannende Lösungen für deinen Betrieb.

Wenn der Preis entscheidend ist, lohnt ein Blick auf Anbieter wie Gastro.Digital, DISH by METRO, Tably oder Teburio – mit Einstiegspreisen ab 29 € pro Monat oder sogar kostenfreien Basistarifen.

Schnittstellen und Integrationen: Warum dein Reservierungssystem keine Insellösung sein sollte

Integrations-Möglichkeiten sind 2026 wichtiger denn je – und nicht zuletzt auch für den Einsatz von KI-Telefonassistenten für Restaurants wie Assistent.ai erforderlich.

Spielst du mit dem Gedanken, dein Reservierungssystem mit deiner Kasse zu verbinden, lohnt sich ein genauer Blick auf die Integrationen deines nächsten Reservierungssystems. Eine POS-Anbindung sorgt dafür, dass der Status deiner Reservierungen automatisch mit Kassenvorgängen synchronisiert ist und auch die Umsätze deiner Gäste in deinem Gäste-CRM bekannt sind.

  • Du arbeitest mit Lightspeed POS? Dann schau dir die Integrationen von aleno, Foratable und Zenchef genauer an.
  • Nutzt du ein Kassensystem von Oracle? Dann bieten aleno und Zenchef mit Oracle Simphony und Oracle MICROS bestehende Integrationen.
  • Arbeitest du mit leafsystems, Naramis oder unTill, lohnt ein Blick auf das Reservierungssystem von Gastro.Digital.
  • Ist deine Kasse von Matrix oder Xenia NEXT, wirf unbedingt einen Blick auf die Lösung von RESERViSiON.
  • Und wenn dein POS apro, LINA (ehemals Amadeus360) oder orderbird ist, punktet resmio mit einer direkten POS-Anbindung.

Als Hotel-Restaurant ist eine Anbindung an dein PMS sicher gewinnbringend: Gästedaten aus dem Hotel fließen direkt ins Reservierungssystem, sodass sich Restaurantbuchungen für deine Hotelgäste mit wenigen Klicks und ohne doppelte Erfassung deiner Gäste vornehmen lassen.

Ein grundsätzlicher Tipp: Achte darauf, ob ein Anbieter offene Schnittstellen und Partnerschaften pflegt oder sein Ökosystem bewusst geschlossen hält. Letzteres kann bedeuten, dass dir Innovationen wie ein KI-Telefonassistent für automatische Reservierungen verwehrt bleiben.

Unabhängig von deinem Schwerpunkt gibt es Funktionen, die für fast jedes Restaurant relevant sind:

  • Ein Online-Widget für Buchungen über die eigene Webseite, bestenfalls in den Farben und dem Design deiner Restaurant-Marke;
  • Reserve with Google: für nahtlose Buchungen über dein Restaurantprofil auf Google, dem mit Abstand relevantesten Netzwerk für Gäste;
  • Automatische Bestätigungen und Erinnerungen zur Vermeidung von No-Shows;
  • Eine Gästedatenbank mit Besuchshistorie, Notizen und Tag-Möglichkeiten.

Damit du bei der Auswahl den Überblick behältst, haben wir eine praxisnahe Vergleichs-Checkliste für Gastronomen erstellt. Sie deckt über 150 Anforderungen und Funktionen von Reservierungssystemen in 16 Kategorien ab – von Buchungskanälen und Kapazitätssteuerung über No-Show-Schutz und Gäste-CRM bis hin zu Integrationen, Kosten und Datenhoheit.

Und übrigens: Wir würden auch sagen, dass ein KI-Telefonassistent ebenfalls unabdingbar ist, um auch an Ruhetagen und außerhalb deiner Öffnungszeiten telefonische Reservierungen anzunehmen.

150+ Funktionen auf 5 Seiten: die kostenlose Reservierungssystem-Checkliste

So nutzt du die Checkliste:

  1. Gewichten: Zunächst legst du fest, wie wichtig dir jede Funktion ist.
  2. Bewerten: Anschließend trägst du für jedes System ein, ob die Funktion unterstützt wird.
  3. Vergleichen: Die Checkliste berechnet automatisch eine Punktzahl je Kategorie und eine Gesamtpunktzahl pro Anbieter.

Die Checkliste ist anbieterunabhängig und behandelt kein System bevorzugt. Sie hilft dir, die richtigen Fragen an potenzielle Anbieter zu stellen und Angebote objektiv zu vergleichen. So wird aus einem Bauchgefühl eine fundierte Entscheidung.

Checkliste zum Reservierungssystem-Vergleich für dein Restaurant (Bild KI-generiert)

Was Reservierungssysteme kosten und wo Kostenfallen lauern

Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen. Denn nach dem Quandoo-Aus einfach zum nächsten großen Namen zu wechseln, kann teuer werden.

Quandoo hat pro platziertem Gast 3,50 € für Buchungen über den Quandoo-Marktplatz berechnet. Bei 500 Gästen im Monat sind das 1.750 €, zusätzlich zur monatlichen Grundgebühr und der einmaligen Einrichtungsgebühr von bis zu 799 €. Dieses Provisionsmodell ist kein Einzelfall: Auch die namhafte Brand und Plattform OpenTable berechnet 1,50 € pro platziertem Gast über das OpenTable Netzwerk.

Viele besonders regionale Reservierungssysteme im DACH-Raum arbeiten dagegen mit einer transparenten monatlichen Pauschale und damit ohne Provision pro Gast. Daher frag bei jedem Anbieter gezielt nach:

  • Gibt es Kosten pro Reservierung oder pro Gast?
  • Fallen Gebühren für Kreditkartengarantien oder Anzahlungen an?
  • Wie viel kostet eine SMS?
  • Wie hoch sind die Setup-Kosten?
  • Gibt es eine Mindestvertragslaufzeit?

Wem gehören deine Gästedaten – dir oder der Plattform?

Ein Thema, das nach dem Quandoo-Aus eine neue Bedeutung bekommt: Datenhoheit. Bei Plattform-Modellen gehören deine Gästedaten nicht zwingend dir. Wenn der Anbieter die Daten für eigenes Marketing nutzt oder deine Gäste auf konkurrierende Restaurants aufmerksam macht, wird dein Reservierungssystem im schlimmsten Fall zum Wettbewerbsnachteil. Frage also gezielt:

  • Wem gehören meine Gästedaten?
  • Kann ich sie jederzeit vollständig exportieren?

Reservierungssystem wechseln – so gelingt die Migration

Der Wechsel von Quandoo zu einem neuen System muss nicht kompliziert sein. Die meisten Anbieter bieten persönliche Onboarding-Unterstützung und helfen beim Datenimport. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick:

  1. Anforderungen definieren: Welche Funktionen nutzt du heute aktiv und sind wirklich wichtig für dich? Welche fehlen dir? Unsere Checkliste hilft dir, das systematisch zu erfassen.
  2. Anbieter testen: Viele Systeme können kostenlos getestet werden. Nutze Testphasen am besten im laufenden Betrieb mit deinem Serviceteam – sie sind schließlich die Haupt-Nutzer deines Reservierungssystems.
  3. Daten sichern: Exportiere deine Gästedaten und Reservierungshistorie aus Quandoo, solange der Zugang noch besteht – spätestens bis Ende 2026.
  4. Parallelbetrieb einplanen: Richte das neue System ein, während Quandoo noch läuft, um im Zweifel schnell auf das bewährte System zurückzufallen.
  5. Buchungskanäle umstellen: Aktualisiere dein Google-Profil, deine Webseite und deine Social-Media-Kanäle. Die meisten Gäste merken vom Wechsel nichts, solange die Online-Buchung weiterhin funktioniert.

Für einen stressfreien Wechsel solltest du realistisch vier bis sechs Wochen einplanen.

Du brauchst Orientierung? Wir kennen den Markt.

Bei Assistent.ai arbeiten wir aktuell mit 14 Reservierungssystemen im DACH-Raum zusammen – hier findest du eine Übersicht unserer Partner-Reservierungssysteme mit KI-Telefonassistent. Wir kennen die Schwerpunkte vieler Anbieter aus erster Hand.

Suchst du eine unabhängige Einschätzung, welches Reservierungssystem zu deinem Betrieb passt, melde dich bei uns. Hier geht's zu unserem Kontaktformular.

Sei erreichbarer für deine Gäste

Zwischen dem 1. und 2. Anruf in deinem Restaurant, liegt meist ein Dritter bei deiner Konkurrenz.